Gemeindeverbande Rheurdt- Schaephuysen
 


Der Gemeindeverbandsvorsitzende Robert Peerenboom gratuliert Klaus Kleinenkuhnen zu seinem Erfolg. Foto: Siegfried Wensierski

Klaus Kleinenkuhnen

steigert Wahlergebnis auf 79,43%

 „ Ich freue mich über das noch bessere Wahlergebnis als vor fünf Jahren. Das werte ich als klare Zustimmung und Auftrag für die Zukunft“, so Klaus Kleinenkuhnen nach dem Bekanntwerden des Wahlergebnis zur Bürgermeisterwahl 2015. 

Auch der CDU - Gemeindeverband freut sich über das eindeutige Votum. „Klaus Kleinenkuhnen ist ein Glücksgriff für Rheurdt. Seine Arbeit hat Hand und Fuß. Wir haben mit ihm gemeinsam schon viel angeschoben und werden uns nun darum kümmern, die Pläne zur Entwicklung unserer Dörfer umzusetzen“, meint der Vorsitzende der CDU Rheurdt-Schaephuysen. Bedauerlich und enttäuschend ist allerdings, dass nur 42,41% der Bürger von ihrem hohen Gut, dem Wahlrecht, gebrauch machten.   

„Zukunft in unseren Dörfern…“  Aufgaben für alle Generationen

Vor gut 30 interessierte Bürger hielt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen auf Einladung des CDU-Gemeindeverbandes, einen Vortrag zu bevorstehende, wichtigen Herausforderungen der Gemeinde Rheurdt im Restaurant „Haus Winters“ in Schaephuysen.

Gestärkt nach einem gemeinsamen und reichhaltigem Frühstück begann der Bürgermeister unterstützt durch die nachstehende Power-Point-Präsentation, welche er mit vielen Beispielen auflockerte, seinen Vortrag:

 Aufgabe für die nächsten 5 Jahre:

Gestaltung des Umfeldes in unseren Dörfern für Jung und Alt

Ø Einwohnerzahl trotz demographischen Wandels stabil (ca. 6700)

Ø Grundstücksverkäufe in neuen Baugebieten (Finmanshof)

Ø Ansiedlung neuer Gewerbebetriebe im Gewerbegebiet Schaephuysen

Ø Erste Stufe der Versorgungsverbesserung mit Breitbandabgeschlossen (Standortvorteil gesichert)

Ø Maßnahmen zur Verbesserung der Gewässerqualität und zur Sicherung von Einleitungserlaubnissen abgeschlossen (Regenrückhaltebecken in Schaephuysen)

Ø Sicherung gegen unkontrolliert abfließendes Niederschlagswasser im Hangbereich weiter verbessert (Regenrückhaltebecken Schaephuysen)

Ø Entspannung der Kanalsituation bei Starkregen. Trennung von Abflusssträngen in Schaephuysen

Ø Erhalt der Straßen und Wirtschaftswegequalität(Kirchstraße, Bahnstraße)

 „Große Gedanken brauchen nicht nur Flügel, sondern auch ein Fahrgestell zum Landen“  Astronat Neil Armstrong

OberstesZiel:         

Konsolidierungdes Gemeindehaushaltes   „SinnvolleMaßnahmen statt Kaputtsparen“

Probleme:

Ø Keine verlässlichen Beträge bei den Schlüsselzuweisungen des Landes
(Weniger Einnahmen 2013 gegenüber 2012 von 900.000 Euro!)

Ø unabwägbare Einnahmehöhe bei der Gewerbesteuer (Mittelstand konjunkturabhängig)

Hohe Transferleistungen (z. B. Kreisumlage, Jugendamtsumlage, ÖPNV,

Finanzbuchhaltung etc. von insgesamt 3.659.000 Euro in2015  bei einem Gesamthaushaltsvolumen von 9.796.867 Euro)

Ø Tilgung von Altschulden von 475.356 Euro (12/2014),wovon in 2015 weitere 43.059 Euro getilgt werden. Pro-Kopf-Verschuldung 12/2014 = 71,09 / Ende 2017 =50,87 Euro

Maßnahmen:  

Ø Einberufung einer interfraktionell besetzten Runde zur Überarbeitung der Haushaltsansätze mit möglichst hohem Übereinstimmungspotenzial

ErsterErfolg:  

Ø Struktureller Ausgleich des Haushaltes im Jahre 2014und 2015

Ø Einstimmige Verabschiedung des Haushaltsplanes 2015 im Gemeinderat

Ausblicke:

Ø Nach den bisher bekannten, konjunkturell beeinflussten Prognosedaten und der mittelfristigen Finanzplanung der Gemeinde entwickeln sich die Haushaltszahlen wie folgt:  

                                 Haushaltsüberschuss    59.000 Euro

                             Haushaltsüberschuss 260.000 Euro
                             Haushaltsüberschuss  540.000 Euro

 Bei einer Ausgleichsrücklage von 1,7 Mio Euro im Jahre 2015

und liquiden Mitteln in Höhe von                                                          7,2 Mio Euro!

Achtung:

Erste Berechnungen zum GFG 2016 deuten darauf hin, dass mit deutlichen Einbußen im Bereich der Schlüsselzuweisungen gerechnet werden muss. Inwieweit die bisherigen Planansätze aufgrund dessen eingehalten werden können, ist zum jetzigen Zeitpunkt fraglich.

 Studie der Bertelsmann-Stiftung von Juli 2015

Kernaussage:
Demographischer Wandel verstärkt Unterschiede zwischen Stadt und Land

„Städte wachsen– ländlicher Raum verliert“

·  NRW verliert bis2030 fast eine halbe Million Einwohner. Von 17,55 Mio auf 17,07 Mio = 2,7Prozent

·  In den nächsten 15 Jahren verliert das Land 480.000 Einwohner.

Dies entspricht der Bevölkerungszahl der Stadt Duisburg.

·  In der Bundesrepublik schrumpft die Bevölkerung um 0,7 Prozent gegenüber 2012

·   Ländliche Gebiete verlieren z.T. mehr als 20 %, Städte legen um

mehr als 10 % zu

 Zukunft in attraktiven und lebendigen Dörfern für Jung und Alt

Fakt:       Ältere werden älter, weniger Menschenwerden geboren
Folge:   Existenz eines Gemeinwesens kann nur gesichert werden,

wenn ältere Menschen am Ort bleiben können und junge Menschen attraktive Lebensverhältnisse vorfinden.

                                    Der Spagat ist gar nicht so schwer!

 Ausblicke für beide Bevölkerungsgruppen

Ø Verbesserung der Nahversorgungssituation  (Einkaufsmöglichkeiten vor Ort halten und neue schaffen)

Ø Erhalt der ärztlichen Versorgung

Ø Neue barrierearme oder barrierefreie Bebauung   in den Ortskernen entwickeln (Pastoratstraße/ Grünstraße und Zimmermannshof)

Ø Entwicklung neuer Baugebiete im Kernbereich  zwischen Kirch- und Bahnstraße

Ø Beratung zum Erhalt und zur Weiterverwendung der bestehenden Bausubstanz in den Ortskernen

Ø Verbesserung der Verkehrssicherheit entlang den vielbefahrenen Teilstrecken der Landstraßen 140 und 478 entlang der Ortsdurchfahrten durch
            -Verbreiterung der Gehwege auf mind. 1,50 Meter Ortsdurchfahrt Rheurdt
            -
Neugestaltung der Gehwege zur besseren Befahrbarkeit mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl
              

Ø Fortsetzung des Ausbaues von Gemeindestraßen unter Berücksichtigung der Erkenntnisse zum Ausbau der Straßen und Gehwege
zum Beispiel:  Hubertusstraß ein Schaephuysen  und Rathausstraße(Ortskern     zwischen Meistersweg und Krokusweg) ab 2016

Ø Generationengerechte Veränderung der Mobilität im ÖPNV

Ø Neuaufbau der Jugendarbeit für Jugendliche über 14Jahre

Ø Erstellung einer Sportstättenkonzeption für die gemeindlichen
Sporteinrichtungen unter Mitwirkung der nutzenden Vereine
und des Gemeindesportverbandes

 Entscheidung zum Standort der Grundschule

Ein wichtiger Aspekt für junge Familien war auch die Grundsatzentscheidung

zum künftigen Standort der Grundschule. Ziel bei der Einrichtung an dem festgelegten Standort ist die Schaffung optimaler Voraussetzungen für den Schulbesuch möglichst aller Schulkinder vor Ort durch Einrichtung inklusionsgerechter Klassen und Nebenräume.

 Dorfentwicklungsplanung

Alles vorher Gesagte wird einfließen in die Entscheidungen zur
Dorfentwicklungsplanung für unsere Dörfer.

 Es liegt jetzt an den politischen Gremien, in welchem Maße die Umsetzung des Bürgerwillens in den nächsten fünf Jahren gelingt!
Wir dürfen keine Zeit verlieren!!!

     Das Ergebnis darf nicht in die Richtung eines „faulen“ Kompromisses gehen.

 „Kompromiss ist, wenn alle Beteiligtengleich unglücklich sind.“    Angela Merkel